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BioIntegrale in 10 Schritten

Der Umweltschutz ist mittlerweile eine unabdingbare Voraussetzung für unseren zukünftigen Wohlstand. Der Mensch - der Landwirt - muss heute Maßnahmen zum Schutz der Natur ergreifen, welche die Regeneration der Primärrohstoffe ermöglichen, wie reine Luft und sauberes Wasser, worauf wir alle angewiesen sind.

Der BioIntegrale-Ansatz beschreibt ein Manifest aus 10 Geboten, anhand dessen der Natur die Landwirtschaft zurückgegeben wird. Endlich.
1. Integration zwischen Mensch und Tier schaffen:

  • Die kultivierten Flächen durch frei laufende Gänse und Schafe reinigen lassen;
  • Das natürliche Entblättern durch frei laufende Schafe durchführen;
  • Zugpferde möglichst oft einsetzen, um die erheblichen Belastungen durch den Traktor einzuschränken.

 

2. Einheimische Arbeitskraft und Betriebe sowie vorwiegend einheimische Produkte einsetzen; den Reichtum über das Territorium verteilen und ihn über die Zeit hinweg erhalten.

3. Die technischen Vorgänge auf dem Boden reduzieren, indem man alte Methoden bzw. moderne Technologien einsetzt.

  • Pflanzenschutzspritze für die Behandlung mehrerer Rebzeilen, wobei die Flüssigkeit am Rande der Rebzeile automatisch wieder gesammelt wird;
  • Handlese und Transport der Ernte per Hand;
  • Auswahl der landwirtschaftlichen Maschinen aufgrund der Analyse der Bodenverdichtung sowie der Bodenstruktur.

4. Den Eingriff des Menschen an der Pflanze zugunsten rationeller agronomischer Verfahren einschränken:

  • Erziehungssysteme, die die Alterung der Pflanze einschränken;
  • reine Notbewässerung;
  • eher die Reben biegen und binden anstatt Rebschnitte durchführen.

5. Den Boden anstatt der Pflanzen nähren, um zur Vitalität beizutragen:

  • Ausschließlich organischen, im Rahmen der biologischen Landwirtschaft zugelassenen Dünger verwenden;
  • Mist aus nicht intensiver Tierhaltung verwenden, und zwar dort, wo auf den Einsatz von Antibiotika verzichtet wird;
  • Mineralien aus natürlichen Quellen;
  • Herstellung des Kompostes innerhalb des Betriebs.

6. Den chemischen Input zur Synthese entfernen: Die maximale Menge an Metallkupfer (jeder Form) darf 3 kg/ha nicht überschreiten, außer bei Jahren, in denen besonders schlechte Bedingungen vorgeherrscht haben.


7. Die Grundprinzipien der Biodiversität sowie der Multifunktionalität des landwirtschaftlichen Betriebs beachten, indem man eine Mischkultur mit Kurzzeit-, bzw. Dauerbegrünungen anlegt:

  • Säen von Kräutern und Gräsern als Gründüngung im Herbst und Winter;
  • ggf. Anlegen eines Dauerrasens, um die Bodenerosion sowie die Bodenverdichtung zu verringern;
  • Unterstützung der natürlichen Entomofauna sowie der landwirtschaftlichen Biodiversität;
  • keine Monokultur.

8. Durch die rationelle Planung der Pflanzung das zyklische Ausreißen der Pflanzen vermeiden:

  • jährliche Bodenverdichtungen;
  • massale Selektion der Reise;
  • Bodenruhe für mindestens 4 Jahre mit Rotation der den Boden aufwertenden Begrünungen vor einer neuen Pflanzung.

9. Die Veränderung des Rohstoffs so niedrig wie möglich zu halten, um den natürlichen Charakter des Endproduktes zu schützen, indem die Verbindung zwischen organoleptischen Eigenschaften und Ursprungsgebiet beibehalten wird, ohne die Qualität zu beeinträchtigen.


10. Den Wein ausschließlich als alkoholisches Getränk zu begreifen, das sich ausschließlich aus einer teilweisen oder vollständigen Traubengärung ergibt. Die Prozesse zur Weinherstellung müssen unter vollständiger Beachtung der Qualität der Trauben erfolgen. Bei jedem Eingriff muss die Zugabe von Zusatzstoffen so viel wie möglich eingeschränkt werden.

  • Gärung ohne Einsatz von Hefen, am besten innerhalb von im Boden eingegrabenen Amphoren;
  • keine Schwefelzugabe bzw. eine Einschränkung der zugelassenen biologischen Menge auf 70%;
  • keine Zugabe von Zusatzstoffen, die durch Umfüllen oder Passieren (z. B. Tannine, Heferinden, Hefelysaten oder jede Art von Kunststoff) nicht entfernt werden können;
  • lediglich Klärfiltration mit natürlichen Mitteln, am besten aus dem eigenen Betrieb (z. B. Eier oder sonstige);
  • Verwendung von Filtrationsmethoden mit der Ausnahme von Mehl.

 


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pubblicato il 01-10-2014 in Philosophie