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Das BioIntegrale-Haus

In der BioIntegrale-Sprache spricht man nicht nur von Verhaltensregeln und Produkten, sondern auch von Orten, an denen man arbeitet. Und an denen man lebt. Auch die Architektur kann nämlich BioIntegrale sein.

Bei unserem Besuch im Schloss Castello del Trebbio hat uns Anna Baj Macario von Kosmetik und Wein erzählt und dabei die Zimmer des jahrhundertealten Schlosses sowie der alten Bauernhäuser auf dem Landgut für uns geöffnet. Sie sagte uns, wie viel in den vergangenen Jahren unternommen wurde, um diese Räume auf eine BioIntegrale-Weise neu zu prägen.
Mittlerweile wurden alle Kraftwerke modernisiert und alle Stromkabel unterirdisch verlegt: Ein Trick, um einen besseren Schutz vor der elektromagnetischen Verschmutzung zu gewährleisten und die ästhetische Auswirkung zu verringern, die nun kaum noch präsent ist.
Sowohl in unserem landwirtschaftlichen Betrieb als auch im Agriturismo haben wir alle Kessel durch Brennwertkessel ersetzt; für weniger Verschwendung und mehr Leistung. Außerdem haben wir Solaranlagen jeweils auf dem Dach eines damaligen Bauernhauses - das heute als Unterkunft für den Agriturismo dient - und des Weinkellers installiert.
In Sachen Dächer haben wir in Übereinstimmung mit den EU-Regelungen bzgl. des Verwendungsverbotes von Asbest alle Eternit-Dächer abgebaut. Wenn man sich hier so umschaut – gar keine Selbstverständlichkeit.
Im Winter werden die Räume von den Kaminen geheizt, in denen ausschließlich das Holz brennt, das aus den Eichenwäldern unseres Landgutes kommt. Der riesige Festsaal des Castello, der heute als Kongressraum dient, wurde mit einem Flächen-Heiz-und-Kühlsystem mit null ästhetischer Auswirkung belegt, da praktisch unsichtbar. Trotz der Volumina ist das ein extrem wirkungsvolles System, das das künstlerische Erbe schützt. Denn das Gebäude wurde im 12. Jahrhundert erbaut.
Zuletzt haben wir auch alle natürlichen Brunnen auf dem Landgut wieder in Betrieb genommen, die in Tanks fürs Bewässerungssystem zusammenfließen. Bei uns ist die ganze Chemie verboten. Das beginnt beim wichtigsten Nahrungsmittel: Dem Wasser!
 


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pubblicato il 15-11-2016 in Soziale Verantwortung