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Ich esse BioIntegrale

 Eine der Voraussetzungen der BioIntegrale-Philosophie besteht darin, traditionelle agronomische Arbeitsmethoden wieder durchzuführen: Anstatt der Monokultur werden beispielsweise Mischkultur, Fruchtfolge und Anbaudiversifizierung durchgeführt.

Darüber haben wir uns mit Anna Baj Macario unterhalten, die es geschafft hat, in ihrem Castello del Trebbio eine innerbetriebliche Produktionskette einzuführen, die bei den natürlichen Düngern beginnt und auf dem Tisch endet.

«Bei uns im Castello wird eine ganze Reihe von Produkten wiederverwendet: Zur Bodenregeneration säen wir kleine Gartenbohnen und Dinkel. Nach der Ernte wird der Dinkel zur Hauptzutat für Salate (im Sommer) sowie Suppen (im Winter), die ich unseren Gästen bei den Weinverkostungen anbiete. Zur Regeneration unserer Weinberge werden auch kleine Kichererbsen gesät, die nach der Ernte getrocknet und gesalzen werden: Der perfekte Begleiter zu unserem Aperitiv. Der gemahlene Dinkel wird zu Mehl verarbeitet. Damit möchte ich jetzt gern Nudeln machen.»

«Wir arbeiten gerade auch an der Herstellung von Dinkel-Reiswaffeln. Dabei handelt es sich um ein etwas längeres Verfahren, aber es werden sicher bald Ergebnisse zu bestaunen sein. Unsere Kunden werden sich dann sicher auch davon überzeugen lassen, dass der missbrauchte Ausdruck „chilometro zero“ (de. Erzeugerverkauf; Slow Food) doch eine feine Sache ist. In Bezug auf unseren Betrieb würde ich auch von „scarto zero“ (de. Null-Verschwendung) reden.»

Als Ausklang unseres Ausflugs im Chianti hat uns Anna zum sogenannten „Jagdgebiet“ ihres Landgutes geführt. «Eigentlich jagen wir hier gar nichts. Dank der sehr weiten Fläche (beinahe 400 Hektar) können wir jedoch einen Teil davon unberührt halten. Viele Tiere finden hier einen Unterschlupf und sorgen dafür, dass das Trebbio-Gebiet über das ganze Jahr hinweg stets reich an natürlichen Wildtieren ist. Selbstverständlich lassen wir BioIntegrale-Menschen diese Wildtiere in Ruhe. Hier wird der Salat mit Dinkel und nicht mit Hasen zubereitet!»

Nichtsdestotrotz wird der BioIntegrale-Bestand definitiv größer.

 



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pubblicato il 15-10-2016 in Önologie